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Henni Nachtsheim - ... dann tanzt die Omma mit George Clooney
 

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Das zweite Soloalbum von Henni Nachtsheim könnte ohne Probleme auch als Album der Rodgau Monotones durchgehen. Das verwundert aber auch nicht weiter, da Henni und Ali Neander nicht nur die Songs für dieses Album geschrieben haben, sondern in den Achtzigern auch einen großen Teil der Songs der Rodgau Monotones. Textlich und musikalisch sind sich die beiden dabei treu geblieben.

Die Themen drehen sich wie eh und je um die Kuriositäten und Banalitäten des Alltags. 

Man kann dabei beispielsweise etwas über den "richtigen" Umgang mit Spams und Klingeltonfröschen lernen. Ebenso hat sich Henni seiner absoluten Lieblingssportart angenommen: Nordic Walking! Und auch seine große Liebe, die Frankfurter Eintracht, hat einen Platz auf dem Album gefunden. 

A propos Liebe.... Henni hatte schon zu Zeiten der Rodgau Monotones die Gabe, die schönsten Liebeslieder in deutscher Sprache zu schreiben (wer "Is' nur Kino" kennt, wird mir sicher zustimmen) und so ist es nicht verwunderlich, dass auch auf diesem Album wieder welche zu finden sind. Allerdings muss man schon genau hinhören, um die Liebeslieder als solche zu enttarnen. Auf den ersten Blick haben "Irgendwas fehlt immer", "George Best", "Alles Theorie" und "...ist nicht böse gemeint" nämlich ganz andere Themen. 

Unter den insgesamt 14 Titeln des Albums finden sich drei Titel doppelt, weil hier jeweils Radio- und Album-Version auf dem Album sind. Ob dies unbedingt notwendig war oder man den Platz nicht evtl. auch anders hätte füllen können, lasse ich mal dahin gestellt. Unterm Strich hat Henni es geschafft ein Album mit sehr eingängigen Melodien zu machen, an dem Freunde deutschsprachiger Rock- und Popmusik ihren Spaß finden können, vor allem wenn sie lustigen und intelligenten Texten nicht abgeneigt sind.

Text: Wolfram Schenck