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"Die Bärbel
im Rock" ist der erfolglose Versuch eines Hessen nach dem fünften Pils
das legendäre Album "Deep Purple in Rock" fehlerfrei auszusprechen. So
jedenfalls die Legende wie die Truppe hessischer Musikgrößen bestehend
aus Peter "Osti" Osterwold, Mob Böttcher (beide Rodgau Monotones), Hansi
Malolepssy, Rolf Bussalb (beide Die Crackers) sowie Michael
Dartsch zu ihrem Namen kam. Da verwundert es natürlich nicht, dass sie
sich seit nunmehr ca. 20 Jahren durch die Klassiker von Deep Purple
covern und da ihre Auftritte selten sind, war der Besuch im Colos-Saal
Pflicht. Immerhin lag der letzte Auftritt der Jungs schon über ein Jahr zurück.
Gleich als erstes wurde "Black Night" gespielt. Die Stimmung war sofort
gut, das Publikum ging und sang mit. Zum Running Gag des Abends
entwickelte sich das permanente Nachstimmen des Gitarristen Rolf Bussalb, was Osti
regelmäßig aufgriff und immer mal wieder nachfragte, ob die Gitarre denn
schon nachgestimmt wäre. Auch das Keyboard spielte nicht so recht mit,
denn irgendein Teil gab den Geist auf und so musste
Michael Dartsch beim zweiten Song erstmal aussetzen und reparierte
währenddessen sein Instrument. Es war aber wohl nichts größeres,
denn beim dritten Song war er dann wieder dabei. Einige Songs später
folgte dann "Fireball", wo jeder Musiker sein können mit einem Solo
unter Beweis stellen konnte, wobei das zumindest aufgrund des typischen
Deep Purple Sounds bei Gitarrist Rolf Bussalb und Keyboarder Michael
Dartsch schon lange geschehen war. Im Laufe des Konzerts band Peter
Osterwold auch immer wieder das Publikum mit in die Songs ein und
animierte zum mitsingen. Zum Schluß des Konzerts reihte sich dann Hit an
Hit, was natürlich die Stimmung im Publikum noch mal steigerte.
Unmittelbar vor "Child in Time" bat Peter Osterwold das Publikum still
zu sein, da nun ein Titel folgen sollte, der sehr leise anfangen würde,
aber bereits nach den ersten Tönen war es auch wieder vorbei mit der
Stille und der Saal kochte nun. Das Publikum sang natürlich wieder mit
und durfte teilweise ganz ohne Bandbegleitung singen. Scheinbar brachte
das die Band aber aus dem Konzept, denn man war sich nicht ganz einig,
wie der Song denn nun korrekt endet und so brauchte man drei Versuche,
bis ein für alle Musiker annehmbares Ende gefunden war. Danach
konnte die Stimmung dank "Highway Star" und dem unvermeidlichem "Smoke
on the Water" nochmal gesteigert werden. Nach zwei Stunden sollte damit
das Konzert zu Ende sein, aber natürlich mussten noch einige Zugaben
gespielt werden. Nach weiteren 30 Minuten und "Hush" als letztem Titel
war dann endgültig Schluß. Bei "Hush" bekamen nochmals alle Musiker
Gelegenheit, mit Soli zu glänzen und auch das Publikum durfte wieder
einen Part singen. Danach war dann aber wirklich endgültig Feierabend
und das Konzert vorbei. Hoffentlich dauert es nicht wieder ein Jahr bis
zum nächsten Auftritt von "Die Bärbel im Rock".
Text: Wolfram Schenck |