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Die Bärbel im Rock
09. Januar 2010,
Colos-Saal, Aschaffenburg

"Die Bärbel im Rock" ist der erfolglose Versuch eines Hessen nach dem fünften Pils das legendäre Album "Deep Purple in Rock" fehlerfrei auszusprechen. So jedenfalls die Legende wie die Truppe hessischer Musikgrößen bestehend aus Peter "Osti" Osterwold, Mob Böttcher (beide Rodgau Monotones), Hansi Malolepssy, Rolf Bussalb (beide Die Crackers) sowie Michael  Dartsch zu ihrem Namen kam. Da verwundert es natürlich nicht, dass sie sich seit nunmehr ca. 20 Jahren durch die Klassiker von Deep Purple covern und da ihre Auftritte selten sind, war der Besuch im Colos-Saal Pflicht. Immerhin lag der letzte Auftritt der Jungs schon über ein Jahr zurück.

Gleich als erstes wurde "Black Night" gespielt. Die Stimmung war sofort gut, das Publikum ging und sang mit. Zum Running Gag des Abends entwickelte sich das permanente Nachstimmen des Gitarristen Rolf Bussalb, was Osti regelmäßig aufgriff und immer mal wieder nachfragte, ob die Gitarre denn schon nachgestimmt wäre. Auch das Keyboard spielte nicht so recht mit, denn irgendein Teil gab den Geist auf und so musste Michael Dartsch beim zweiten Song erstmal aussetzen und reparierte währenddessen sein Instrument. Es war aber wohl nichts größeres, denn beim dritten Song war er dann wieder dabei. Einige Songs später folgte dann "Fireball", wo jeder Musiker sein können mit einem Solo unter Beweis stellen konnte, wobei das zumindest aufgrund des typischen Deep Purple Sounds bei Gitarrist Rolf Bussalb und Keyboarder Michael Dartsch schon lange geschehen war. Im Laufe des Konzerts band Peter Osterwold auch immer wieder das Publikum mit in die Songs ein und animierte zum mitsingen. Zum Schluß des Konzerts reihte sich dann Hit an Hit, was natürlich die Stimmung im Publikum noch mal steigerte.

Unmittelbar vor "Child in Time" bat Peter Osterwold das Publikum still zu sein, da nun ein Titel folgen sollte, der sehr leise anfangen würde, aber bereits nach den ersten Tönen war es auch wieder vorbei mit der Stille und der Saal kochte nun. Das Publikum sang natürlich wieder mit und durfte teilweise ganz ohne Bandbegleitung singen. Scheinbar brachte das die Band aber aus dem Konzept, denn man war sich nicht ganz einig, wie der Song denn nun korrekt endet und so brauchte man drei Versuche, bis ein für alle Musiker annehmbares Ende gefunden war.  Danach konnte die Stimmung dank "Highway Star" und dem unvermeidlichem "Smoke on the Water" nochmal gesteigert werden. Nach zwei Stunden sollte damit das Konzert zu Ende sein, aber natürlich mussten noch einige Zugaben gespielt werden. Nach weiteren 30 Minuten und "Hush" als letztem Titel war dann endgültig Schluß. Bei "Hush" bekamen nochmals alle Musiker Gelegenheit, mit Soli zu glänzen und auch das Publikum durfte wieder einen Part singen. Danach war dann aber wirklich endgültig Feierabend und das Konzert vorbei. Hoffentlich dauert es nicht wieder ein Jahr bis zum nächsten Auftritt von "Die Bärbel im Rock".


Text: Wolfram Schenck