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Punkt 20 Uhr wird es
Dunkel im DasDie Brettl in Erfurt und es ertönt das Intro zum Beginn des
Konzerts. Heute stehen Karat auf dem Programm, die ich zum ersten Mal
sehe, wenn man mal von Ostrock Klassik in Köln absieht.
Unter dem Jubel der Zuschauer betreten nun zuerst Michael Schwandt,
Christian Liebig, Martin Becker und Bernd Römer die Bühne. Kurz danach
kommt auch Claudius Dreilich auf die Bühne, um das erste Lied
"Marionetten" zu singen. Nach dem Lied begrüßt Claudius die Zuschauer
und freut sich zum Tourauftakt wie so oft in den letzten Jahren wieder
im DasDie Brettl in Erfurt zu sein. Anschließend folgt mit "Der blaue
Planet" einer der bekanntesten Hits von Karat. Danach folgt ein neues
Lied, dem im Laufe des Abends noch weitere neue Lieder folgen werden.
Wenig später kommt Martin Beckers großer Auftritt. Zuerst ein
Mundharmonikasolo bei "Jede Stunde" und anschließend mit "Vorbei" ein
weiteres neues Lied, dass von ihm geschrieben wurde. Während Martin also
als Frontmann die Mundharmonika bearbeitet, übernimmt Claudius seinen
Part am Keyboard. Bei "Vorbei" sind die Rollen dann aber wieder wie
gewohnt verteilt.
Nach einem weiteren Lied kommt mit "Willkommen im Club" das nächste neue
Lied. Claudius erzählt hier kurz die Entstehungsgeschichte des Songs,
dem eine Wette zwischen ihm und dem Barmann eines Hotels in der Nähe von
Weimar zugrunde liegt, als Claudius und Martin sich dort nach einem
Konzert noch etwas Zeit vertreiben wollten. Zum Abschluss des ersten
Teils des Konzerts erklang schließlich "Albatros" und Claudius war froh
über die Pause, um wenigstens mal ein Bier trinken zu können.
Nach 20 Minuten Pause ging es mit dem "Schwanenkönig" weiter. Das
Publikum war gleich wieder bei der Sache und sang textsicher mit.
Anschließend konnte sich Bernd Römer bei der "Musik zu einem
nicht-existierenden Film" an der Gitarre austoben. Wenig später kam mit
"Du hättest gut daran getan, die Dinge so zu lassen, wie sie waren" der
letzte neue Song. Claudius erzählt auch hier die Geschichte hinter dem
Song. Er erzählt von den Problemen der letzten Jahre, von
Gerichtsterminen und ähnlichen, kurz gesagt ist es eine
Vergangenheitsbewältigung der turbulenten letzten Jahre nach dem Tod von
Herbert Dreilich. Direkt danach kommt "Mich zwingt keiner auf die Knie",
den Karat sozusagen zu ihrer persönlichen Hymne erklärt haben, denn auch
sie hat trotz der ganzen Probleme niemand auf die Knie bekommen. Auch
hier singt das Publikum wieder lautstark mit und Claudius begibt sich
ins Publikum um gemeinsam einen Teil des Liedes zu singen. Auch die
anderen Bandmitglieder haben teilweise ungewohnte Instrumente in der
Hand. Michael Schwandt mit Schellenring mal nicht hinter seinem
Schlagzeug versteckt und Christian Liebig mit Rasseln als zusätzliche
Percussionabteilung. Zwei Lieder später steht Claudius beim
"Narrenschiff" wieder im Publikum und sieht Bernd Römer und Christian
Liebig zu, wie sie am Bühnenrand ihre Instrumente bearbeiten.
Beim folgenden Titel "He Mama" stellt Claudius nun einzeln seine
Mitstreiter vor, angefangen bei Michael Schwandt über Martin Becker und
Christian Liebig bis zu dem Mann, der an diesem Abend ein Heimspiel hat,
denn Bernd Römer ist gebürtiger Erfurter. Das Konzert neigt sich nun
merklich dem Ende zu. Als letzten Titel haben Karat "Über sieben
Brücken" vorgesehen. Schon bei den ersten Klängen des Liedes erhebt sich
das Publikum spontan von ihren Sitzen. Bevor das Lied jedoch richtig
anfängt, probt Claudius mit dem Erfurter Publikum als Chor den Refrain.
Dies klappt ganz hervorragend, das Publikum ist textsicher und
sangesfreudig und Claudius schwer beeindruckt. Den Rest des Songs bleibt
das Publikum demonstrativ stehen und singt mit. Am Ende des Songs wollen
Karat von der Bühne, jedoch greifen sie den Song nochmal auf, bevor sie
dann die Bühne verlassen. Aber so leicht kommen Karat natürlich nicht
davon. Das Publikum fordert Zugaben und Karat gibt sie ihnen. Drei
weitere Lieder spielen Karat. Nach dem letzten davon, klettert ein
Zuschauer auf die Bühne, um der Band Blumen zu überreichen. Karat wollen
nun die Bühne verlassen, entscheiden sich aber doch noch ein
allerletztes Lied zu spielen. "Magisches Licht" bildet dann aber
wirklich den Abschluss des Abends. Nun kommen einige Mitarbeiter des
DasDie Brettl auf die Bühne und überreichen den Bandmitgliedern
Weinflaschen. Eine sehr schöne Aktion wie ich finde. Unter dem Jubel des
Publikums verlassen Karat nun bei Standing Ovations endgültig die Bühne.
Tracklist:
Intro
Marionetten
Der blaue Planet
Weiß nicht, ob ich weinen soll (neuer Titel, genauer Name unbekannt)
Gewitterregen
Jede Stunde
Vorbei
Falscher Glanz
Willkommen im Club
Albatros
(Pause)
Schwanenkönig
Musik zu einem nicht-existierenden Film
Für dich
Du hättest gut daran getan, die Dinge so zu lassen, wie sie waren
Mich zwingt keiner auf die Knie
In meiner Galerie
Narrenschiff
He Mama
Blues
Über sieben Brücken
Zugaben:
Blumen aus Eis
Wie weit fliegt die Taube
König der Welt
Magisches Licht
Text: Wolfram Schenck |