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Auf dem Weg zum dritten Live-Event von Deutsche Mugge und der Altenburger Brauerei war ich zunächst skeptisch, denn auf der gesamten Fahrtstrecke habe ich nur ein einziges Plakat für Berluc gesehen. Zu Konzertbeginn waren dann immerhin ca. 80 Zuschauer anwesend.
Berluc begann mit einem ihrer größten Hits: "Hallo Erde, hier ist Alpha". Das Publikum sang und klatschte mit, es wurde getanzt, die Stimmung war gut. Nach ein paar Songs kündigte Sänger Ronnie Pilgrim einen Song ihres aktuellen Albums an. Gibt es etwa ein neues Album von Berluc? Die Freude währte aber nur kurz, denn der Song kam mir seltsam bekannt vor. Es war "Ganz nah" und erschien bereits 1988 auf einer Quartett-Single. Bei der angesprochenen "aktuellen" CD handelt es sich nämlich um die bereits 2005 erschienene "Best of"-Compilation: "Blaue Stunde". Diese und viele weitere CDs und Berluc-Shirts konnte man am Stand unseres Partners Notenbude erwerben. Darauf wies Ronnie Pilgrim extra hin. "Ganz nah" sang zur Abwechslung Keyboarder Uwe Märzke.
Nach ca. 30 Minuten stellte Pilgrim dann seine Mitstreiter vor. Mit Dietmar Ränker ist noch ein Urgestein dabei, der uns nach dem Konzert noch für ein Interview zur Verfügung stand. Bei der Vorstellung der Musiker zeigte jeder kurz sein Können, wobei Gitarrist Bert Hoffmann mit "Smoke on the water" wohl eins der bekanntesten Gitarrenriffs überhaupt anstimmte. Bert Hoffmann konnte aber später bei einem Gitarrensolo sein Können noch mal ausführlich zeigen, obwohl er durch eine Zahn-OP gehandicapt war, aber er musste ja auch nur spielen und nicht singen.
Als nächstes folgte mit "Die Erde lebt" wiederum ein großer Hit von Berluc. Sänger Ronnie Pilgrim mischte sich dabei teilweise unters Publikum und hielt einzelnen Zuschauern beim Refrain das Mikro hin, damit diese mitsingen. Nach ziemlich genau einer Stunde war das Konzert dann zu Ende. Das Publikum forderte Zugaben und bekam diese auch. Nach drei weiteren Songs (unter anderem noch mal "Hallo Erde, hier ist Alpha" und "Blaue Stunde") bildete "Nach Haus" das endgültige Ende des Konzertes.
Während Nadja nun mit Dietmar Ränker das Interview führte, mischte sich der Rest der Band unter das noch anwesende Publikum. So entwickelte sich nach dem Konzert noch manch schönes Gespräch in angenehmer
Atmosphäre. Im Gespräch mit den anwesenden Usern zeigten sich diese größtenteils von der Länge des Konzerts enttäuscht: "Zu kurz" war die einhellige Meinung.
Text:
Wolfram Schenck |