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Wieder einmal beehrt der ehemalige Karussell-Sänger
Dirk Michaelis Dresden, diesmal im Kulturpalast. Das Studiotheater ist
voll, etwa 200 Leute konnten dem Fernsehprogramm trotzen, haben einen
Abend mit Live-Musik vorgezogen.
Auch diesmal kommt er in Minimalbesetzung mit sich selbst und Sören
Birke an der Mundharmonika, was aber der Qualität des Konzerts keinen
Abbruch tut, im Gegenteil!
Los geht's mit dem Karussell-Titel "Wintermärchen", gefolgt "All meine
Lieder", der Einsatz ist mit einem ersten Lacher verbunden, auf der
Gitarre ist kein Strom und Dirk versucht sich irgendwie den Technikern
verständlich zu machen! Es folgt der Karussell-Titel "Eigentlich geht's
uns gut", bei dem Dirk die erste Panne unterläuft: Der Text ist weg,
ausgerechnet an der Stelle "wir haben sexuelle Träume" ... das erste Mal
ist der gesamte Saal herzhaft am lachen! Weiter geht's mit Liedern von
seinen verschiedenen Soloalben und unterhaltsamen Anekdoten aus seinem
Leben. Zum letzten Titel vor der Pause kommt zum ersten Mal Sören Birke
auf die Bühne, der begeistert empfangen wird. Am Ende des Titels stellt
Dirk Michaelis ihm vor, ebenso wie das Klavier zu seiner Linken: Sören
Birke (Hände rechts), August Förster (Hände links).
Nach der Pause ging es wie gewohnt stark weiter, Sören Birke übernahm
einen wesentlichen Teil und minutenlange Instrumentalduelle begeisterten
die Zuschauer genauso wie die Musiker auf der Bühne, da kam viel
Spielfreude rüber! Den Höhepunkt stellte zweifelsohne die Maultrommel
dar, du der die beiden durchs Publikum liefen, erst die rechte Treppe
hoch, dann die linke, und dann mitten durch eine Stuhlreihe!
Was haben wir gelacht, auch wenn die Gags teilweise die gleichen waren
wie bei den letzten Konzerten, schön und amüsant war es allemal!
Gespielt hat er sehr nachdenkliche aber auch amüsante Titel, die
Karussell-Hits "Als ich fortging" und "Wie ein Fischlein unterm Eis"
durften natürlich nicht fehlen, letzteres gab es vollkommen unplugged,
nur mit Gesang!
Das fanden auch die restlichen Zuschauer, nach dem Ende des Sets folgten
die Zugaben, die er nur durch Ansagen als solche erkenntlich machte, das
nervige Weggelatsche und Wiedergekomme hat er sich und uns erspart!
Das Publikum war restlos begeistert, als Dirk Michaelis sich mit einem
Auf Wiedersehen verabschiedet hat, hält der Applaus noch minutenlang an,
so dass er mit Sören Birke noch eine weitere Zugabe spielt. Hier ist
dann wieder der Text weg, Sören sagt ihn vor, aber das macht die Musiker
nur noch mehr sympathisch!
Und wieder hallt langer Applaus nach, keiner geht, bis Dirk ungläubig
hinterm Vorhang vorguckt und spontan noch zwei Zugaben spielt, unter
anderem "Wer die Rose ehrt". Diese Titel verdienen den Namen Zugabe,
denn sie waren nicht geplant und wurden als Zugabe an ein klasse
Publikum gespielt!
Dirk, danke für den schönen Abend, wir werden ihn lange in Erinnerung
halten, denn so gut haben wir dich noch nie erlebt! Ich wage zu
behaupten, Dirk Michaelis ist einer der besten, wenn nicht sogar der
beste deutschsprachige Sänger! |